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Outsourcing im Umbruch – Planbarkeit für Kontraktlogistiker im Sinkflug?

Planbarkeit?

Logistik-Outsourcing erlebt einen Umbruch, denn die Planbarkeit der Lagerlogistikabwicklungen nimmt selbst für die Kontraktlogistik-Dienstleister rasant ab – und das, obwohl es deren Kerngeschäft ist.

 

Wandel zum Dienstleister-Markt

Kontraktlogistik-Outsourcing in Deutschland unterliegt seit Jahren einem schleichenden Wandel zum „Dienstleister-Markt“. Die Vielzahl der Outsourcing-Vorhaben, die steigende Dynamik in der Logistik, aber auch die professionellere Selektion der Akquisitionsoptionen bei den meisten Dienstleistern, führt in langsamen Schritten dazu, dass sich das Ausschreibungsverhalten ändert.

Die Zeiten, in denen man eine Outsourcing-Ausschreibung an 10+ Dienstleister per unpersönlicher Email verteilt hat, sind bereits vorbei. Vielmehr zeichnen sich professionelle Ausschreibungen durch eine gute Vorselektion der infrage kommenden Partner sowie die persönliche Kontaktaufnahme durch den Verlader oder dessen Berater vor dem Versand von Ausschreibungsunterlagen aus.

Wir sind auf bestem Weg dahin, dass Projekte den Dienstleistern „schmackhaft“ gemacht werden müssen, um deren priorisierte Bearbeitung in der Akquisitionsphase zu erhöhen. Merkwürdig, aber soweit nichts Neues.

Umbruch

Aktuell verschärft sich diese Evolution m.E. dramatisch, was Verlader für alle Outsourcing-Vorhaben berücksichtigen müssen. Die Rahmenbedingungen im Markt durch Materialknappheit, Personalmangel, eingeschränkte internationale Arbeitsmobilität, Verwerfungen in der internationalen Supply Chain, steigende Energiekosten, unabsehbare Lieferzeiten und volle Auftragsbücher bei allen Dienstleistern und Lieferanten führen (nahezu) zu Unplanbarkeit der Kernleistungen der Kontraktlogistik-Dienstleister – und das ist nicht nur ein Corona-Effekt.

In den Angebots-Kalkulationen werden zunehmend Vorbehalte und Preisanpassungs-Hinweise eingebaut. Das gilt auch für neue Logistikverträge. Es werden „Weichmacher“ integriert, um nicht im „Schwarze-Petra-Spiel“ Leistungspreis-basierter Vergütungsmodelle, am Ende kommerziell der „Dumme“ zu sein. Unternehmerisch ist das nachvollziehbar, führt aber gleichzeitig bei den Verladern zur Unplanbarkeit der Logistikkosten eines geplanten Outsourcings. Bei den großen Logistikzentren kann m.E. schon fast nicht mehr von „Plan“ reden, sondern wohl eher von „Szenarien“, wenn es um die Make-or-Buy-Entscheidung oder die Dienstleister-Auswahl geht.

Lohnkosten verlassen Tarifniveaus

Mit einer gewissen Sorge ist zu beobachten, dass die Lohnkosten für gewerbliche Mitarbeitende in einigen Logistik Hotspots Deutschlands bereits „marktübliche“ Level, wie Tariflohnniveaus, verlassen. Hier etablieren sich nach und nach regionale Lohnkosten-Level, basierend auf dem freien Spiel von Angebot und Nachfrage. In der Konkurrenz um ausreichend viele gewerbliche Mitarbeitende für ein Logistikzentrum wird ein (höherer) Lohn das entscheidende Kriterium werden, um den Arbeitgeber zu wechseln.

Eine gute Entwicklung für die Mitarbeitenden, ein weiterer Parameter, der die Planbarkeit der Leistungsfähigkeit und der Kosten von Logistikabwicklungen einschränkt. Offen bleibt bisher, auf welcher objektiven Basis sich künftig Verlader und Kontraktlogistik-Dienstleister auf Lohnkosten sowie Teuerungsraten einigen wollen. Hier sind in der Regel die Dienstleister viel näher am Markt und damit eindeutig im Wissensvorteil. Man wird sehen wie diese Herausforderung gelöst wird.

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